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Die Vereinigung zu Förderung des Landesarchivs Saarbrücken e.V. bringt in der Reihe Echolot eine Dokumentation zum Grubenunglück in Luisenthal  1962.

Sie erscheint am 07. Februar 2012 zum 50.Jahrestages des schwersten Bergwerkunglücks an der Saar..

Das Buch enthält ca. 400 Seiten mit über zahlreichen Fotos. Der VK beträgt EUR 29,80.


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Vor 40 Jahren - Das Grubenunglück Luisenthal
Quelle: © (Text & Bilder) www.sr-online.de

Gedenkstein auf Grube Luisenthal, gesetzt 1958 - ausgetauscht 1963 - seit 2009 in Ensdorf, Mittelplateau der Bergehalde
Foto: Hartung aus Schacht und Heim 1962



Der 7. Februar 1962, der als "schwarzer Tag für den Bergbau und das Saarland" in die Geschichte einging, begann trist und trübe, mit Nieselregen.

Gegen 7.45 Uhr, am Alsbachschacht, einem der vier Seilfahrtschächte der Grube Luisenthal: ein dumpfer Knall, der in Saarbrücken-Burbach und Altenkessel zu hören ist. Unter der Wucht einer Detonation unter Tage fliegt der Schachtdeckel hoch und bleibt im Gerüst hängen. Eine schwarze Rauchwolke tritt aus dem Alsbachschacht aus und steht wie ein finsteres Mahnmal über dem Förderturm. Ein Anwohner fotografiert sie - das einzige bekannte Bild von dem Grubenunglück. Die schlimmsten Vermutungen bestätigen sich: Im Alsbachfeld von Grube Luisenthal ist es auf Sohle vier zu einer Schlagwetterexplosion gekommen.

Die Hauptrettungsstelle in Friedrichsthal und die Grubenwehr Luisenthal wurden sofort alarmiert, sodass die Rettungsarbeiten schon wenige Minuten nach der Explosion anliefen. Bald beherrschte der Lärm von Sirenen, Krankenwagen, Hubschrauber-Rotoren und Martinshörnern Luisenthal und Umgebung. Längs der Auffahrt zur Grube und am Zechentor sammelte sich eine Menschenmenge: vor allem Angehörige der 998 Bergleute, die an diesem Morgen auf Grube Luisenthal zur Schicht eingefahren waren. 664 allein im Alsbachfeld, und von diesen 433 im Bereich der Explosion.

Bis zum Mittag waren 73 Bergleute lebend geborgen, mit zum Teil schwersten Verletzungen. 61 Kumpel kehrten unverletzt ans Tageslicht zurück. Schon kurz nach Mittag hieß es: keine Überlebenden mehr. Nun wurde die Dimension der Katastrophe erkennbar: Nicht elf Bergleute, wie es zunächst hieß, sondern 287 Männer hatten in 600 Metern Tiefe ihr Leben lassen müssen.

24 Stunden nach der Explosion kamen die ersten Namenslisten heraus, brachten erleichternde aber meist traurige Gewissheit für die Angehörigen in der noch immer wartenden Menge. Erst zwei Wochen später waren auch die letzten Vermissten tot geborgen. Andere, zunächst lebend aus dem Berg geholt, erlagen später ihren Verletzungen, so dass die Katastrophenbilanz Ende Februar 1962 lautete: 299 Tote, der älteste 59 Jahre alt, der jüngste noch nicht ganz 17, und 73 Verletzte.
 

 

Tod im Schacht

"Den Opfern ein Denkmal setzen"

Im Auslaufjahr des Bergbaus hat sich Chronist Hubert Kesternich an eine schwere Aufgabe gewagt: die tödlichen Unfälle in den Gruben. "Tod im Schacht" heißt sein Buch, dass wir einen Tag nach dem Gedenktag, am 8.2. im Lebacher Rathaus vorstellen. Lesen Sie hier, was SZ-Redakteur Peter Wagner, was über den Autor und sein Werk in der SZ schreibt.

Über Jahrhunderte hat der Bergbau das Saarland geprägt. Noch heute gibt es kaum eine saarländische Familie, die nicht direkt oder indirekt vom Bergbau lebte. Aber zur Geschichte des Bergbaus gehören auch die Unfälle und schweren Grubenunglücke, wobei die Schlagwetterexplosion in Luisenthal vor 50 Jahren einen traurigen Höhepunkt darstellt. Hubert Kesternich gibt erstmals ein umfassendes Bild über dieses vernachlässigte Thema auf den Gruben in und um Völklingen in den letzten 200 Jahren. Dabei deckt er auf, wie man die Sicherheit vernachlässigte, um Kosten zu senken, und so die Gewinne der Grubeneigner erhöhte. Es gelingt ihm, anhand historischer Quellen die Umstände der Unglücke und die Lebensbedingungen der Bergarbeiter lebensnah nachzuzeichnen. Das Buch erscheint am 3.Februar und kostet 25.- Euro