August 1939: In den Wirren des
Zweiten Weltkriegs verlieren sich sechs junge Menschen in einem
Netz aus Freundschaft, inniger Liebe und tiefgreifendem Hass.
Was aber hat das mit Robert Lubisch zu tun, der beinahe 60 Jahre
später im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der
Nachkriegszeit, den SS-Ausweis eines Unbekannten und das Foto
einer schönen Frau findet? Lubisch’ Neugierde ist geweckt: War
sein Vater doch nicht so makellos, wie er immer angenommen
hatte? Und wer ist die Fremde? Auf der Suche nach Antworten
stößt Robert Lubisch auf die ehrgeizige Journalistin Rita
Albers, die sofort eine große Story wittert. Doch die Wahrheit
lockt die Geister der Vergangenheit wieder hervor und zieht
grausame Folgen nach sich. Lubisch ahnt, dass die Geschichte
seines Vaters noch viel dunkler ist, als er befürchtet hat.
Danach ist nichts mehr, wie es einmal war.
Laden
Sie sich hier eine kostenlose Leseprobe als epub-Datei herunter
!
»Platz 1 der
KrimiZeit-Bestenliste im August 2011.«
Die Zeit
»Die 1960 geborene, am
Niederrhein aufgewachsene und in Bielefeld lebende Mechtild
Borrmann scheint sich von Krimi-Moden nicht beeinflussen zu
lassen. Sie schreibt ihre stillen, schmalen, nicht sehr blutigen
Bücher zu Themen, die sie offenbar beschäftigen. Und erzählt
sensibel und berührend von einer Zeit, in der moralische
Entscheidungen oft eine ungeheure Mutprobe waren.«
Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau
»Mechtild Borrmann ist keine
der üblichen Krimiautoren hierzulande. Sie spürt in ihren
präzise und komplex erzählten Geschichten die Untiefen der
menschlichen Psyche nach. In ihrem neuen Buch”Wer das Schweigen
bricht” führt sie uns in die Nazizeit und fragt nach der Schuld
ganz normaler Menschen. Das ist spannend, aber auch ungemein
berührend. Ein leises Buch, das lange nachwirkt. «
Willi Keinhorst, Welt am Sonntag
»Mechthild Borrmann hat keine
klassische Autoren-Karriere hinter sich, doch hat sie für ihre
vier Kriminalromane bereits große Anerkennung erhalten. Und auch
Borrmanns neuestes Buch verdient höchstes Lob. Ihr Roman führt
zurück in die Nazizeit und thematisiert die Schuld ganz normaler
Menschen.
Auf den ersten Blick ist eine komplizierte und
verwickelte Geschichte, an deren Ende der Mord an der
Journalistin steht. Doch zunächst einmal berichtet Mechtild
Borrmann in der Rückschau knapp und berührend von einer
Freundschaft in der Zeit des Nationalsozialismus: “Wer das
Schweigen bricht” ist nicht einfach nur ein weiterer
Kriminalroman, der vor dem Hintergrund der Verbrechen des
Faschismus angelegt ist. Er erzählt von Menschen, die in
drückenden Verhältnissen ganz normal gelebt haben, die ihren
Wünschen und Sehnsüchten gefolgt sind – und sich dabei zuletzt
schuldig gemacht haben. Damit erzählt “Wer das Schweigen bricht”
auf beeindruckende, gar nicht missionarische Weise von der
persönlichen Verantwortung für Entscheidungen. Kein Verweis auf
die Verhältnisse entschuldigt das Fehlverhalten – eine
Erkenntnis, die Bedeutung auch unter demokratischen Bedingungen
hat.«
Andrea Fischer, Deutschlandradio Kultur
»Was die Romane von Mechtild
Borrmann von Krimi-Konfektionsware unterscheidet, ist die
ausgefeilte Sprache, die feine Stilistik, die glaubwürdigen
Figuren: Das gilt auch für diese Geschichte, die von den Wirren
des zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart tödliche Wirkung
entfaltet. Borrmann jongliert virtuos mit den Zeitebenen.«
Hellmuth Opitz, Bielefelder
»Ihre Geschichte ist so gut
konstruiert, dass sich hier nach und nach alles so
selbstverständlich wie überraschend ineinander fügt. Schlank und
konzentriert hat sie die Geschichte in Szene gesetzt, dabei
allerdings noch präziser und eindringlicher formuliert als
bisher. Borrmann beherrscht die vielsagenden Zwischentöne, hat
etwas zu erzählen und macht das in diesem Buch so gut wie noch
nie. Dabei waren schon die beiden Vorgängerromane klasse.«
Frank Rumpel, CULTurMAG
»Borrmann, die in Bielefeld
lebt, aber am Niederrhein aufwuchs, erzählt unaufgeregt eine
packende Geschichte. Die Landschaft spielt dabei eine große
Rolle. Man kann sie sehen, riechen, fühlen, während sie die
Figuren an ihre Grenzen treibt. Und Robert hätte am Ende am
liebsten nichts von all dem gewusst.«
Udo Feist, Tatort NRW, WDR2
»Borrmann schreibt derart
fokussiert, dass man nur Beifall zollen kann. Eine Kunst, die
sie bereits in den vorangegangenen Romanen beherrschte und jetzt
zu wahrer Meisterschaft bringt. Scheinbar beiläufig und
gleichzeitig höchst eindrücklich entwirft Mechtild Borrmann ein
Gespinst, das die Menschen, die mit ihm in Berührung kommen,
auch mit Unterbrechungen, mehr als ein halbes Jahrhundert
gravierend beeinflusst und ihre Geschicke lenkt. Gefangene eines
zerstörerischen Systems, das auch dann noch Opfer produziert,
wenn es als längst überwunden gilt. Wer das Schweigen bricht ist
ein ganz großer Wurf.«
Jochen König, krimi-couch
»Der Text packt einen und
wartet mit einer hübschen finalen Überraschung auf, einem Clou,
auf den man selbst hätte kommen können und als Selberautor auch
gerne gekommen wäre. Eine Studie über Identitäten , spannend und
anrührend, garantiert witzfrei, in der Konstruktion aber eben
nicht ohne Witz. Kriminalliteratur wie sie sein sollte und wenn
es ein paar mehr Freunde des Genres merken würden, könnte das
diesem nicht schaden.«
Dieter Paul Rudolph, www.hinter.net
»Wer das Schweigen bricht ist
ein erst mal merkwürdig ruhig daher kommender, über das Thema
bald aber sehr fesselnder zeitgeschichtlicher Kriminalroman:
entspannt geschrieben, fein konstruiert, treffend weil
authentisch.«
Ulrich Noller, Funkhaus Europa, WDR
»Es ist ein hervorragender
Kriminalroman, weil er Figuren und Konflikte mit großer
Behutsamkeit zeichnet und weil er die kleinen Feinbeobachtungen
den großen Gesten vorzieht. Hier agieren Menschen, keine
Plotnotwendigkeiten«
Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Zeitung
»Ein kleiner Verlag, eine
schlanke Geschichte, ein beachtlicher Erfolg. Borrmann entwirft
in kraftvollen Szenen ein beklemmendes Sittenbild, in dem
Details scharf hervortreten.«
Ingeborg Sperl, Der Standard
»Die Tragik der Geschichte
hat was ganz Unauffälliges, Therese und die anderen Beteiligten
wollen nur zurechtkommen. Noch eine Stärke dieses kleinen, sehr
bewegenden Krimis: Mechthild Borrmann geht gut mit allen um, die
an der Verwicklung wie an der Entwicklung der Geschichte
beteiligt sind – glaubwürdige Leute, die in die eine Landschaft
passen, über der ein hoher Himmel steht und in der die Leute
genau wissen, was es bedeutet zu schweigen. Und die auch
schweigen können. Aber nicht bis zuletzt.«
Werner van Bebber, Tagesspiegel
»In schönen, symbolträchtigen
Bildern, eingebettet in die niederrheinische Landschaft, weiß
die Autorin die Stimmungen der Zeit einzufangen und den Leser in
den Bann zu ziehen. Ein schnell gelesener Roman, der nachweht,
weil er nachdenklich stimmt.«
Cornelia Ganitta, www.derwesten.de
»Mit ihrem fein
konstruierten, aus unterschiedlichen Perspektiven vor dem
Hintergrund der Nazi-Verbrechen fesselnd erzählten
zeitgeschichtlichen Kriminalroman ist die in Köln geborene, am
Niederrhein aufgewachsene und heute in Bielefeld lebende Autorin
Mechthild Borrmann ein neuer Star am Krimihimmel. Ihre Plots
kommen ohne viel Blut, Serienmörder und pfiffige Kommissare aus.
„Wer das Schweigen bricht“ erzählt von Freundschaft und
Vertrauensbruch, von Manipulation und Denunziation aus Liebe. «
west.art